
Color Management
Mit dem Begriff Color Management verbinden wir die gezielte Steuerung der Farbwiedergabe aller am Workflow beteiligten Geräte. Dies umfasst sowohl Eingabegeräte (Scanner oder Digitalkameras) als auch Ausgabegeräte (Monitore, Proofer, Belichter und Druckmaschinen). Grundlage dafür ist bei uns die ISO-Norm 12647-2, die einen international anerkannten Standard darstellt.
Damit können wir ein vorhersehbares, reproduzierbares und qualitativ hochwertiges Druckergebnis liefern.
Vorteile
Die wesentlichen Vorteile der Verwendung eines Color-Management-Workflows sind:
- Vorhersehbares Ergebnis durch Simulation des zu erwartenden Druckergebnisses mit Hilfe von entsprechend kalibrierten Geräten (Monitor, Proofer, etc.)
- Zeit- und Kosteneinsparung durch Wegfall von Proofs und Andrucken
- Keine Druckabstimmung mehr durch den Kunden nötig
- Standardisierter Prozess von der Entstehung bis zum fertigen Produkt
- Reproduzierbares Ergebnis vom Proof bis zum Druck
- ISO-Norm kann überall verbindlich geprüft werden (z.B. mit dem UGRA/ FOGRA-Medienkeil CMYK-TIFF V2.Oa)
Funktionsweise
Jedes Gerät stellt durch individuelle Eigenschaften Farben unterschiedlich dar. Die Anzahl der darstellbaren Farben bilden den gerätespezifischen Farbraum (Bsp.: RGB am Monitor bzw. CMYK im Druck), welcher durch die jeweilige Art der Farbdarstellung limitiert wird.
Mittels einer Testform werden messtechnisch Istwerte ermittelt, die mit den vorgegebenen Farbwerten aus der ISO-Norm verglichen werden. Somit ist es möglich, gerätespezifische Eigenschaften mit Farbprofilen zu erfassen und diese mit dem Datenbestand zu verrechnen. Da diese "Fehler" im Vorfeld kompensiert werden, ist man in der Lage, die angestrebten Sollwerte zu erreichen.
Zur Profilierung von Geräten sind lediglich zwei Schritte nötig:
- Linearisierung/Kalibrierung
Unter Linearisierung versteht man beim Color Management die Einstellung eines Geräts auf Werte für eine neutrale Farbdarstellung. Notwendig ist dabei der Einsatz eines entsprechenden Messgeräts und einer Kalibrierungssoftware. - Profilerstellung
Nach der Linearisierung wird auf dem zu profilierenden Gerät eine Testform ausgegeben, welche eine Anzahl von fest definierten Farbfeldern enthält. Mittels eines Spektralfotometers werden die wiedergegebenen Farbwerte ermittelt und mit vorgegebenen Sollwerten verglichen. Aus der Differenz wird das Farbprofil erstellt, mit dem die Ausgabe so angepasst werden kann, dass die Sollwerte erreicht werden.
Sind beispielsweise sowohl das Proofgerät des Kunden als auch die Druckmaschine des Dienstleisters auf die ISO-Norm profiliert, wird das Druckergebnis auch exakt dem vom Kunden erstellten Proof entsprechen.
Je durchgängiger sich der gesamte Workflow, sowohl beim Kunden als auch in der Druckerei, an einen Standard hält, desto kontrollierter und sicherer wird der gesamte Produktionsprozess.
Bei arvato digital services wird die standardisierte Druckproduktion nach ISO 12647-2 nachweislich durch die Anwendung von folgenden Prüf- und Kontrollmitteln sichergestellt:
- Ugra/Fogra Medienkeil 2.0/2.0a (basiert auf ISO Norm 12647-2)
- IT8.7-3/ECI2002 (zur Kalibrierung von Proof und Druckmaschinen)
- Altona Test Suite (messtechnische und visuelle Kontrolle von RIPs und Ausgabegräten)
Spektralfotometer GretagMacBeth "Eye-One"/"Spectrolino-SpectroScan"
Profile
Profile werden zur gezielten Steuerung einer Farbausgabe verwendet. Dabei gibt es Profile zum Ausgleichen von "Gerätefehlern", die diese Abweichungen dann normgerecht wieder ausgleichen. Für jeden Einsatzbereich und jedes am Workflow beteiligte Gerät gibt es unterschiedliche Profile (z.B. RGB-Profil für die Monitordarstellung oder CMYK-Profil für den Proof/Druck).
Weiterhin gibt es Profile zur Simulation von Papierklassen, bei denen die spezifischen Eigenschaften des Bedruckstoffes berücksichtigt werden.
Dies kommt besonders dann zum Einsatz, wenn unterschiedliche Produkte gefertigt werden sollen:
- Für Papierklasse 1&2 - ISOcoated_v2_eci.icc
Wir empfehlen die Verwendung der ICC-Profile der ECI (European Color Initiative).
Unter den unten aufgeführten Links finden Sie die entsprechenden Profile zum herunterladen. Die Pakete heißen:
- ECI Offset 2007 » für Macintosh » für Windows
- ECI RGBv10 (von der ECI empfohlener Farbraum) » für Macintosh » für Windows
- ECI ISOcoated_v2_eci.icc
(für die standardisierte Ausgabe für den Offsetdruck, Papierklasse 1 & 2)
» für Macintosh » für Windows
Seit Januar 2007 sind neue Profile verfügbar.



